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Schnittpunke Band I. Literarisches leben des Deutschsprachigen Ungarn um 1800

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Author
László Tarnói
Title (EN)
Intersection Points, vol. I. Literary Life of the German-speaking Hungarian Among 1800
Field of science
Irodalomtörténet / History of literature (13020)
Series
Collection Károli
Type of publication
tanulmánykötet
022_000038/0135
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Page 136 [136]
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4. MODIFIZIERTE UNGARNBILDER: INLANDISCHE SONDERFALLE Das ungarische Napoleongedicht von Daniel Berzsenyi lautet in der deutschen Nachdichtung von Uwe Greßmann und Stephan Hermlin folgendermaßen: Auf Napoleon (1970)? Du hast gesiegt? Nimmermehr! In des Zeitalters Brust war’s das Herz, die Freiheit; dein ruhmreiches Heer trug ja das Banner fiir sie. Volker zwar beteten, Sonne, dich an, niederbrechend aufs Knie, so Tauschte dein Glanz. Ach, es war heiliger Menschheit Geschick Anvertraut dir. Doch du tratst es, Launischer, zornig zu Boden, Der du die Palme erstrebt, Dornenkranz ist sie dir nun. Arm, der gen Himmel dich trug, jetzo schleudert er dich in den Staub hin, Und durch den Sturz wird bestraft, wer eine Menschheit betrog. Die aufgeklarte Bildung und das voriibergehend gemeinsam aktuelle deutsche und ungarische Urteil über Napoleon verband den deutschungarischen und den ungarischen Dichter miteinander. Die Beziehungen zur Heimat bzw. zum Vaterland, d. h. gerade was damals in der mitteleuropáischen Kultur einen besonders hohen Stellenwert besaß, trennte die beiden voneinander. Berzsenyi hatte ein Vaterland mit einer heroischen Vergangenheit, mit der er (stets engagiert für die Zukunft) der „rerkommenen“ Gegenwart immer wieder ein positives Bild entgegenzuhalten versuchte. Köffinger hatte zwei Heimaten, ein Mutterland im Norden Bayerns und eine Wahlheimat auf dem Schlossberg in Buda. Seine besten Gedichte entstanden, wenn er in diesen die tief erlebte Schwebe zwischen den beiden Heimaten nachempfinden ließ. Er widmete zwar manche Verse dem Germanen Hermann, dem Ungarn Hunyadi u. a., aber die Ahnen zu verherrlichen, war eigentlich nicht seine Sache, wie er dies im folgenden Distichon mit dem Titel Wider den Nationalstolz deutlich zum Ausdruck brachte: Wenn ihr o Völker! der Ahnen Tugenden prahlerisch anstaunt: Denk’ ich: man staunet nur an das, was man selber nicht ist.** 53 Berzsenyi, Daniel: Auf Napoleon. Ins Deutsche übers. v. Uwe Greßmann und Stephan Hermlin. In: Ungarische Dichtung aus fünf Jahrhunderten. Hg. v. Stephan Hermlin u. György Mihäly Vajda. Budapest / Berlin / Weimar: Corvina Verlag u. Aufbau-Verlag, 1970, S.43. 54 Köffinger, Johann Paul: Wider den Nationalstolz. In: K., J. P.: Gedichte, S. 121. In: Deutschsprachige Texte aus Ungarn, Bd. 1, S. 173 £. «135 +

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